Learning by Doing in Jeongseon

Rang 7 im Super G ist outstanding. Allein dafür hat sich unser Speed-Ausflug nach Südkorea gelohnt.

Hi Leute,

die Korea-Woche ist geschafft und war ebenso anstrengend wie lehrreich. Anstrengend vor allem auch deshalb, weil mich die Verkühlung von letzter Woche leider noch immer plagt. An sich geht das Gesundheitliche natürlich immer vor, aber die Möglichkeit, die Olympiapiste für 2018 in Jeongseon testen zu können, wollte ich mir partout nicht nehmen lassen – Stichwort: Aus Fehlern gelernt 😉

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Nach fünf Tagen Südkorea bleibt Folgendes festzuhalten: Gesundheitlich hat mir der intensive Trip sicher nicht geholfen, mental hat er mich dagegen ein gutes Stück voran gebracht. Wir haben uns in den Speed-Bewerben komplett aufs Learning by Doing eingelassen und unser Vorhaben ist aufgegangen. Im Abfahrtstraining konnte ich wichtige Erfahrungen sammeln. Rang 7 im darauffolgenden Super-G ist angesichts der Kurssetzung, die doch eher den Abfahrtsfahrern entgegenkam, ein großartiges Ergebnis – allein dafür hat sich der Trip gelohnt!

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Großartig waren auch die Eindrücke, die ich vor Ort sammeln konnte – das Land ist weit westlicher, als ich es mir vorgestellt hatte… nur an das Schlafen auf dem Boden muss ich mich noch gewöhnen. Aber andere Länder, andere Sitten. Zudem: Andere Menschen – auch in Österreich – wären froh, wenn sie eine Matratze zum Schlafen hätten, von daher geht das vollkommen in Ordnung, auch wenn die Schlafsituation für Spitzensportler suboptimal war, aber man wächst an seinen Aufgaben. Genau das war ja das Motto unseres Korea-Trips…

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Weil wir ihn durchgezogen haben, wissen wir nun, dass die Olympiapiste in Jeongseon wesentlich besser ist, als erwartet. Der Erfolg im Super-G hat uns im Rennen um den Gesamtweltcup weitere 36 Punkte gebracht – das ist nicht die Welt, aber wer weiß, ob es am Ende des Jahres nicht doch die Welt bedeutet?!

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Kommendes Wochenende in Japan darf ich neben dem Slalom endlich auch wieder im Riesentorlauf ran, worauf ich mich sehr freue! Heute fliegen wir noch nach Tokio, anschließend geht es nach Iwakura, einem Skigebiet, wo zwei, drei Trainingstage auf mich warten. Donnerstag reisen wir weiter nach Naeba, zum Eingewöhnen etc.
Samstag, Sonntag heißt es wieder Gas geben – dann hoffentlich bei bester Gesundheit ; )

Bis dahin!
Euer Marcel