Hirscher Blog: Ei8th Strai8ght

Ich will mich einfach nur bedanken – bei allen Wegbegleitern, Mentoren und Förderern, die mir positive Impulse und ehrliches Feedback gegeben haben, um mit dem Lernen niemals aufzuhören.

Hey Leute,

erst heute Morgen wird mir langsam bewusst, was wir diese Saison – und rückblickend nun acht Saisonen in Folge – geleistet haben. Das macht mich sehr glücklich und zufrieden. Da ist schon sehr viel richtig gelaufen. Doch das geht natürlich nur mit einem Team, und deshalb ist es wieder einmal Zeit Danke zu sagen: meiner Familie, meinem Team, meinen Partnern, dem ÖSV und vielen Menschen, die mir auf meinem Weg geholfen haben.

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In einer Zeitung habe ich heute die Kugel-Fotos all der Jahre gesehen. Das hat mich richtig zum Lachen gebracht. Den Marcel von 2012 gibt es ja gar nicht mehr… In all den Jahren durfte ich soviel lernen und eine sehr positive Entwicklung durchmachen. Vor allem dafür will ich mich bedanken. Bei allen Wegbegleitern, Mentoren und Förderern, die mir positive Impulse und ehrliches Feedback gegeben haben, um mit dem Lernen niemals aufzuhören. Das ist wohl das Wichtigste im Leben.

Niemals aufhören war auch am Wochenende in Kranjska Gora das Motto. Nachdem ich mir mit Platz 6 im RTL bereits am Samstag die achte große Kristallkugel sichern konnte, war die Aufgabe, die Spannung für den darauffolgenden Slalom trotzdem hoch zu halten – alles andere als leicht! Momentan ist bei mir das Energie-Level ziemlich runtergefahren, weil mein Ziel erreicht ist. Dementsprechend schwer ist es mir gefallen, mich am Sonntag erneut zu motivieren. Und doch hat es geklappt: Nach dem schlechten ersten Durchgang war ich mit dem dritten Platz dann sehr zufrieden.

So groß die Unsicherheit auch vor dieser Saison gewesen sein mag, so groß ist jetzt die Zufriedenheit über die Ergebnisse und den Saisonverlauf: Wir haben extrem stark begonnen, wie noch in keiner Saison zuvor. Vor Weihnachten hatten wir dann Probleme mit der Setup-Abstimmung. Da gab es plötzlich spezielle Verhältnisse, mit denen wir nicht so gut zurechtkamen. Nachdem wir diese Probleme Anfang Jänner in den Griff bekommen hatten, lief es dann wieder sehr gut. Alles in allem eine grandiose Saison, die noch nicht zu Ende ist…

Und doch ist mir bei aller Euphorie bewusst, was für Außenstehende oft schwer nachvollziehbar ist: Der Kraft- und Energieaufwand und die vielen Entbehrungen, die notwendig sind, um das zu erreichen, was wir in dieser und den letzten 7 Saisonen erreicht haben, sind enorm. Das spüre ich am Ende der Saison schon massiv.

Bleibt die Frage, mit welcher Zielsetzung man als frisch gebackener RTL-, Slalom-, und Gesamtweltcup-Sieger ins Saisonfinale in Soldeu geht? Die Antwort: Mit einer großen Müdigkeit und einer weiteren Frage im Gepäck: Wie schaffe ich es, noch einmal alle Reserven zu mobilisieren und in Soldeu viermal zu performen? Wir werden sehen…

Bis bald in Andorra,

Euer Marcel