Hirscher Blog: 100-Prozent-Start in Levi

Obwohl sich die Prioritäten in meinem Leben über den Sommer verschoben haben, bin ich noch immer der Alte: Wenn das Rennen beginnt, bin ich im Rennmodus.

Hey Leute,

der Start in die Saison ist geglückt! 100 Punkte und mein drittes Rentier – willkommen in der Familie Mr. Snow ; ) – sind eine tolle Belohnung für einen hart erkämpften Renn-Sieg und die Bestätigung, dass ich noch immer der Alte bin, obwohl sich die Prioritäten in meinem Leben über den Sommer verschoben haben: Wenn das Rennen beginnt, bin ich im Rennmodus.

Aber der Reihe nach. Wie so viele Rennen 2017/18 war auch das erste 2018/19 ein echter Hundertstel-Krimi zwischen mir und Henrik. Vor dem Rennen, muss ich gestehen, hatte ich viel Nervosität in mir. Ich wusste, es ist wieder alles offen und ich hatte keine Ahnung, wo ich stehe. Dementsprechend erleichtert war ich nach dem ersten Durchgang, als klar war: ich bin vorne dabei.

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Den zweiten Durchgang habe ich in üblicher Manier im Alles-oder-Nichts-Modus runtergedrückt. Ausschlaggeben für meinen hauchdünnen Sieg 0,09-Sekunden-Sieg vor Henrik war schlussendlich der Funkspruch von Michi Matt kurz vor meinem Start in den 2. Lauf. Er hat mich auf ein Loch hingewiesen und damit entscheidend zu meinem Triumph beigetragen. So stelle ich mir Teamgeist vor. Da bleibt mir nur eines zu sagen: DANKE, Michi!

Was also nehmen wir an Erkenntnissen aus Levi mit in diese Slalom-Saison? Erst einmal wenige, denn der nächste Slalom steigt erst in drei Wochen in Val d’Isère. Es heißt also auch dort wieder: Neues Spiel, neues Glück. Einzig das Wissen, dass ich nach wie vor ganz vorne mitfahren kann, erleichtert – genau das nehmen wir mit. Und hoffentlich gibt es bis dahin noch viele gute Trainingstage auf der Reiteralm. ; )

Jetzt aber stehen erstmal alle Zeichen auf Riesentorlauf! Denn in zwei Wochen in Beaver Creek stellt sich ein zweites Mal dieselbe Frage: Wo stehe ich? Bevor ich versuche genau dafür in drei RTL-Trainingseinheiten auf der Reiteralm ein Gespür zu bekommen, ist nun erst einmal drei Tage Pause angesagt. Montag nächste Woche fliegen wir dann nach Colorado. Das nächste Mal melde ich mich aus den USA.

Bis dahin,

Euer Marcel