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Marcel Hirscher

Racer | Alpine Skier | Fast Driver
Veröffentlicht : 21.03.2017

Sport-Geschichte in großem Kristall

„Ich durfte Ski-Geschichte schreiben, jetzt braucht’s Ruhe, damit mich meine Seele wieder einholt!“

Hi Leute,

die 6. Große Kristallkugel in Folge zu gewinnen, ist das eine – sie schließlich in Händen zu Halten das andere! So oft ich mir diesen Moment in den letzten Wochen vorgestellt habe, so groß waren die Erleichterung und die Dankbarkeit, die ich bei der Übergabe in Aspen verspürt habe. Ich weiß, dass ich Sport- und Skigeschichte schreiben durfte und ich weiß, dass ich ein Team um mich habe, ohne das ich dies nicht geschafft hätte. Daher ein großer Dank an alle, die an diesem Meilenstein ihren Anteil haben!

In den Tagen und Wochen vor dem finalen Rennwochenende habe ich immer betont, wie gut es sich anfühlt, ganz ohne Druck an den Start gehen zu können. Dementsprechend konnte ich die USA-Woche in vollen Zügen genießen. Alles war perfekt: Vom Wetter bis zur Motivation, die – obwohl es um nichts mehr ging – bei jedem im Team erneut voll da war!

Eines meiner Highlights in Aspen war der Sieg im Riesentorlauf. Es war das letzte Rennen einer Ära, auf von mir heiß geliebten Ski, die ich so im Wettkampf nicht mehr fahren werde… auch deshalb ein durchaus emotionaler Sieg. Jetzt werden die Karten völlig neu gemischt! Eigentlich schade, denn in den letzten Rennen habe ich mein Set-Up ideal gefunden, das haben die Ergebnisse gezeigt. Doch anstatt zurückzublicken, machen wir das, was wir am besten können: nach vorn schauen und uns auf die neue Situation einstellen…

Im Slalom am Sonntag sah es lange Zeit so aus, als könnten wir auch diesen gewinnen – ein kleiner Fehler bei der Ausfahrt aus der Haarnadel am Ende des 2. Durchgangs hat diese Hoffnung leider zerschlagen. Bitter auf der einen Seite, weil der Sieg zum Greifen nah war, Motivation pur auf der anderen Seite, weil es zeigt, wie hoch die Dichte in unserem Sport ist: ein Fehler – schon steht man nicht mehr am Stockerl! Während mich unnötige Patzer wie diese für gewöhnlich maßlos ärgern, war es dieses Mal halb so wild, denn die Freude über die sechste große Kugel wiegt dieses Missgeschick locker auf. ; )

Noch ein Grund zur Freude: Nach der Ankunft daheim, fliege ich mit Laura erst einmal auf Urlaub: Ausspannen, Abstand gewinnen, Handy aus – komplett abschalten! Darauf freue ich mich sehr. Zurück in Salzburg stehen dann einige Medien- und Sponsorentermine an. Außerdem auf dem Programm: realisieren und genießen, oder wie ein Indianer einmal gesagt haben soll, ich brauche Ruhe, damit mich meine Seele wieder einholt… Ans Skifahren denke ich jedenfalls erst einmal länger nicht.

In diesem Sinne: Danke für eine unvergessliche Saison!
Euer Marcel

Credit: filmed, produced and edited by Henner Thies.

Veröffentlicht : 14.03.2017

Hirscher Blog: Endspurt in Aspen

Ein Finale, bei dem es nicht um die Wurst geht, ist neu. Trotzdem: die Reise soll sich lohnen!

Hi Leute,

mit dem Wissen, dass vor den Rennen in Aspen alles gelaufen ist, sind wir äußerst entspannt nach Colorado gereist und dort am Sonntag gut gelandet. Das rennfreie Wochenende hat mehr als gut getan und mir und dem Team ein wenig Zeit gegeben, den bisherigen Saisonverlauf Revue passieren zu lassen und das Vollbrachte auch ein wenig zu genießen ; ) Jetzt heißt es ein letztes Mal: Back to Business!

Die Anspannung der vergangenen Wochen ist Stand jetzt definitiv weg, daher bin ich gespannt, wie es mir kommenden Samstag und Sonntag gehen wird, wenn für mich mit dem Slalom und dem Riesentorlauf die letzten zwei Saisonrennen anstehen. Eine Situation wie diese, wo es beim Saisonfinale ausnahmsweise mal nicht um die Wurst geht, ist für mich komplett neu – trotzdem werde ich versuchen fokussiert zu sein und ein letztes Mal Gas zu geben. Denn klar ist: Die lange Reise von Salzburg nach Aspen soll sich für uns auch sportlich lohnen!

Genau deshalb wird hier ab Montag jeden Tag Ski gefahren, um den Körper mit Blick auf das Wochenende an die Belastung und die Höhe zu gewöhnen und nicht zuletzt den Jetlag zu überwinden! Spannend wird sein, wo wir wann wie trainieren können – das wird logistisch sicher eine große Challenge werden, weil diesmal Damen und Herren zur selben Zeit vor Ort sind und noch dazu alle Disziplinen vertreten sind… wir lassen uns überraschen.

Nach der Landung wie immer als erstes auf dem Programm: das gemeinsame Einräumen des Appartements gefolgt vom Besorgen der Lebensmittel. Beides läuft mittlerweile äußerst routiniert ab und befeuert die Vorfreude auf eine coole Amerika-Woche. Der Rest der Woche steht voll und ganz im Zeichen des Skifahrens.

Auf ein rasantes Finale!
Euer Marcel

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