
COMMUNICATION
& CONNECTION
"DER SKISPORT BRAUCHT NEUE IMPULSE
UND MUSS NOCH INTERAKTIVER WERDEN"
COMMUNICATION & CONNECTION
„DER SKISPORT BRAUCHT NEUE IMPULSE UND MUSS NOCH INTERAKTIVER WERDEN.“
Die eigene Ski-Performance ist für Marcel Hirscher das eine. Da ist nach ausgeheilter Verletzung und einer Top-Vorbereitung alles im grünen Bereich. Und der Status quo des Skisports 2011? „Skisport ist geil. Er hat alles, was Menschen begeistern kann: Spannung, Athletik, Technik, Tempo. Aber die Welt dreht sich ohne Skisport genauso weiter. So ist es aber mit vielen Dingen, die boomen“, sagt Marcel Hirscher, der sich auch über seinen Sport selbst und dessen Umfeldbedingungen Gedanken macht. „Verglichen mit Fußball, mit Motorsport und anderen Disziplinen sind wir vielleicht ein kleines System. Aber in kaum einer Sportart gibt so viele Besonderheiten: Allein schon die Kombination zwischen Outdoor-Sport und Hightech ist einzigartig. Auch wenn dieser Sport outdoor nur in Gegenden ausgeübt werden kann, wo die Voraussetzungen herrschen: Wer sagt denn, dass die Faszination dieses Sports mit den richtigen Formaten nicht auch in den nicht-alpinen Regionen Menschen begeistern kann. Holland ist keine Skination. Jedoch die Ski-Begeisterung ist enorm - der holländische Skiverband hat mehr Mitglieder als der ÖSV.“
Marcel Hirscher sieht in mehr Kommunikation und Interaktivität viel Entwicklungspotential: „Das System Skisport muss lernen, die Sprache neuer Zielgruppen zu sprechen. Das funktioniert am schnellsten über ein neues Erscheinungsbild: Müssen Tore rot und blau sein? Müssen alle denselben Anzug tragen? Sind Abfahrt, Super G, Riesentorlauf, Slalom und Super-Kombination wirklich der letzte Schluss? Haben wir genug Aktionismus an den Weltcupwochenenden außerhalb der Rennen? Stimmt die Inszenierung noch? Wir im Infield des Sports müssten uns mehr solcher Fragen stellen“, meint Hirscher. Das sei auch der Grund gewesen, warum er in der jüngsten Diskussion um die Skibauweise im Riesentorlauf eine Athleten-Petition unterschrieben habe: „Es geht nur in zweiter Linie um Kurvenradien. In erster Linie geht es um die Kultur im Skisport, wie wir diesen Sport sicherer, aber gleichzeitig auch moderner und attraktiver machen können. Ich bin dafür, dass diese Diskussion offener und öfter geführt wird. Und wir als Athleten in diesen Prozess direkter eingebunden sind.“
WHIRLY (C) 2011 | PRIVACY POLICY
